Programmheft Off Europa: Open Hungary


Das Programmheft 2018 zu „Open Hungary" ist da.
Gestaltung:
Gabriele Altevers.

Ein Click auf das Foto leitet Sie zum Gesamtprogramm.
Über den Link darunter lässt sich das Programmheft im Browser ansehen (und ggf. downloaden).
Programmheft Off Europa 2018
Programmheft Off Europa 2018

Open Hungary - open Chemnitz


Im September 2017 noch Griechenland - und im Mai 2018 schon Ungarn.
Gern hätte Off Europa den neuen Spielort des LOFFT auf dem Leipziger Spinnereigelände eröffnet. Unter anderem deshalb sind wir in den Mai gezogen. Nun ist die Eröffnung verschoben. Ab jetzt hoffen wir mit unserem Partner LOFFT, dass der Umzug noch in diesem Jahr stattfinden kann.

Worauf wir nicht mehr länger warten müssen ist eine Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Spielstätte Komplex. Off Europa gibt es ab jetzt in Leipzig, Dresden und Chemnitz, also in allen drei sächsischen Großstädten. In diesem Jahr mit handverlesenen Gastspielen aus Ungarn. Vom 21. bis 26. Mai.
Hier das Hauptprogramm in Bildern.

Kristóf Kelemen / Bence György Pálinkás
Magyar akác - Ungarische Akazie in Leipzig, Dresden + Chemnitz
Theater Magyar akác by Krisztina Csányi web
Foto © Krisztina Csányi

cie.ooops Kata Juhász
Warm up - Bemelegítés in Leipzig
Tanz Warm up 1 by Gábor Gáspár
Foto © Gábor Gáspár

Veronika Szabó + Mummy`s Sloppy Honey
War Paint in Chemnitz
Performance Installation War Paint 2 by Lena Meyer
Foto © Lena Meyer

Zsuzsa Rózsavölgyi
1.7 in Leipzig + Dresden
Tanz Performance Lecture 1.7 1 by Gábor Dusa
Foto © Gábor Dusa

Valencia James
Between the World and Me In Leipzig + Chemnitz
Tanz Between The World And Me 1 by Roland Szabo
Foto © Roland Szabo

Timothy and the Things
Schrödingerre várva - Waiting for Schrödinger in Leipzig
Tanz Schrödingerre várva 1 by Zsófia Hevér
Foto © Zsófia Hevér

Hódworks
Grace in Leipzig
Tanz Grace 2 by Daniel Domolky
Foto © Daniel Domolky

Konzert
Meszecsinka in Dresden + Leipzig
Konzert Meszecsinka 3 by Elephant Studio Borisz web
Foto © Elephant Studio Borisz

--> zum Vorwort im Programmheft
--> zum Programm

Ab 15. März werden alle Informationen zu den Aufführungen hier auf der Webseite zu finden sein. Am 1. April wird das gedruckte Programmheft geliefert. Bitte geben Sie uns ein Zeichen und wir senden es Ihnen zu.

Programmheft Off Europa 2017


Programmheft von „Theater Kunst Griechenland", gestaltet von
Gabriele Altevers.

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Motiv
Programmheft Off Europa 2017 zum ansehen und ggf. downloaden

Off Europa 2017 - das Programm



Das Programm von "Off Europa: Theater Kunst Griechenland" ist fertig.
Freuen Sie sich mit uns zwischen 16. und 23. September in Leipzig + Dresden auf folgende Aufführungen und Künstler.

Nova Melancholia
Ektoplasmata
Ektoplasmata 2 Hand by Nikos Katsaros beschnitten
Foto © Nikos Katsaros

Lambros Pigounis
Sacrificial Mirror. An Interactive Sound Art Performance
Sacrificial Mirror 2 gebeugt by Dimitra Tzanou
Foto © Dimitra Tzanou

Giannis Karounis
Nature
Nature 1 setting by Saltator
Foto © Saltator

Ioanna Portolou + Griffόn Dance Company
Porn (nur in Leipzig)
Porn 2 Maske by Myrto Apostolidou
Foto © Myrto Apostolidou

Konzert
Kristi & Stahis
Kristi Stassinopoulou & Stathis Kalyviotis 1 Konzert by Dionissis Stefanopoulos
Foto © Dionissis Stefanopoulos

Athanasia Kanellopoulou
RUPTURE persefoni
Rupture Persefoni 2 Mauer by Stathis Dimou beschnitten
Foto © Stathis Dimou

Chrysanthi Siembou + Athanasia Kanellopoulou
into her geo#metries
into her geo#metries 2 by Chrysanthi Siempou beschnitten
Foto © Chrysanthi Siempou

blitz theatre group
Late Night (nur in Leipzig)
Late Night 1 Christos joking © Vassilis Makris beschnitten
Foto © Vassilis Makris

... zum Vorwort im Programmheft
... zum Gesamtprogramm

Griechenland = Europa


Der nächste Jahrgang von "Off Europa" wird Griechenland gewidmet sein.
Termin: 16. - 23. September 2017
Orte + Partner: Kinobar Prager Frühling,
Cinémathèque, LOFFT- Das Theater, die naTo, Theater der Jungen Welt, Societaetstheater Dresden

Off Europa Vorschau 2017
Gestaltung: Gabriele Altevers

Programmheft "Sehnsucht Suomi"


Programmheft von „Off Europa: Sehnsucht Suomi", gestaltet von
Gabriele Altevers.

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Programmheft Off Europa 2016

Programmheft Off Europa 2016 zum ansehen und ggf. downloaden

Off Europa: Sehnsucht Suomi - das Programm


Das Programm für das Finnland gewidmete Off Europa-Festival des Jahres 2016 ist fertig. Zwischen 16. und 24. September werden in Leipzig und Dresden folgende Künstler und Aufführungen gastieren:

Konzert
Jaakko Laitinen & Väärä Raha (nur in Leipzig)
Konzert Jaakko Laitinen auf Ski by Jukka Merimaa
Foto © Jukka Merimaa

Sari Palmgren
The Earth Song (nur in Leipzig)
The Earth Song Tragen by Uupi Tirronen
Foto © Uupi Tirronen

Anna Paavilainen / Klockriketeatern
Play Rape
Play Rape by blow in blue Tani Simberg : Baltic Circle Festival
Foto © Tani Simberg / Baltic Circle Festival

Ismo Dance Company
Writing Dancing
Writing Dancing Jump by Sakari Viika
Foto © Sakari Viika

Pasi Mäkelä
TONTTU
TONTTU an der Fassade by Tata Robitashvili
Foto © Tata Robitashvili

Konzert
UUSIKUU (nur in Dresden)
Konzert UUSIKUU Sängerin Laura Ryhänen by Paul Medley 2016
Foto © Paul Medley 2016

Sabotanic Garden
FANTOM
FANTOM live by Klaudie Alma
Foto © Klaudie Alma

Nom Kollektiv
ANTHEM (nur in Leipzig)
ANTHEM in Bewegung by Mika Haaranen
Foto © Mika Haaranen

... zum Vorwort im Programmheft
... zum Schnellfinder
... zum Gesamtprogramm

Programmheft zu "next stop Hrvatska"


Das Programmheft zu „Off Europa: next stop Hrvatska" ist fertig.
Wie in den letzten Jahren gestaltet von
Gabriele Altevers.

Ein Click auf das Foto leitet Sie auf dieser Webseite zum Programm,
während Sie über den Link darunter das Programmheft ansehen (und es ggf. downloaden) können.

Programmheft Off Europa 2015

Programmheft Off Europa 2015 zum Ansehen und ggf. downloaden

next stop Hrvatska - zum Programm


Wir freuen uns, das Programm für das Kroatien gewidmete "Off Europa" des Jahres 2015 veröffentlichen zu können. Im "LOFFT - Das Theater", im Theater der Jungen Welt in Leipzig und im Societaetstheater in Dresden werden zwischen 18. und 26. September unter anderem folgende Künstler und Aufführungen zu sehen sein:

Sonja Pregrad & Willy Prager
SEQUEL FOR THE FUTURE / a dance in 2043 / a dance in 2044 (nur in Leipzig)
a dance in 2043 web how to do art by Damir Žižić
Foto © Damir Žižić

Lada Petrovski Ternovšek
NÓTT
NOTT 2 Schleppe by PTL : Sunčan P. Stone
Foto © PTL / Sunčan P. Stone

Petra Hrašćanec / Saša Božić
Love will tear us apart
Love will tear us apart 2 Liegen 4c by Danko Stjepanović
Foto © Danko Stjepanović

Montažstroj
A gdje je revolucija, stoko? (Und wo ist die Revolution, Dummköpfe?)
A Gdje Je Revolucija 4 Pararararam by Damir Žižić
Foto © Damir Žižić

Silvia Marchig & Darko Japelj
Ovo (ni)je moja šuma - Das ist (nicht) mein Wald
Ovo (ni)je moja šuma 3 Schminken by Dejan Štifanić
Foto © Dejan Štifanić

Marjana Krajač
CHOREOGRAPHIC FANTASY NO. 1
CHOREOGRAPHIC FANTASY NO. 1 3 Liegen web by Iva Korenčić Čabo
Foto © Iva Korenčić Čabo

... zum Schnellfinder
... zum Gesamtprogramm

Programmheft fertig


Das Programmheft zu „Off Europa: Discover Bulgaria" ist fertig.
Gestaltet von
Gabriele Altevers.

Wer auf das Foto klickt wird auf dieser Seite zum Programm geleitet,
über den Link darunter lässt sich das Programmheft ansehen und ggf. downloaden.

Programmheft Off Europa 2014
Programmheft Off Europa 2014

Anzeige Programmheft euro-scene


Anzeige für das auf den Innenseiten schwarz-weiß gedruckte Programmheft der Leipziger euro-scene. Mit dem Verweis auf das Land für 2015: Kroatien.
Das Foto von Anna Bacheva zeigt den Strand von Kara Dere in Bulgarien, gestaltet wurde die Anzeige von Gabi Altevers.

Anzeige Off Europa im Programmheft der euro-scene

Eine erste Printanzeige


Eine erste Anzeige zu "Off Europa: Discover Bulgaria" gestaltet von unserer Graphikerin Gabi Altevers für das Programmheft des Leipziger Bewegungskunstpreises.

Anzeige Bewegungskunstpreis
© Wikipedia / joadl / Cc-by-sa-3.0-at

Off Europa: Discover Bulgaria - zum Programm


Das Programm für „Off Europa: Discover Bulgaria" - vom 19. bis 28. September in Leipzig und Dresden - steht im Wesentlichen fest.
Im UT Connewitz, im LOFFT - Das Theater (beides in Leipzig) und im Socieatetstheater Dresden werden unter anderem zu erleben sein...

Martin Penev & Stanislav Genadiev, Sofia
Big Gun
Big Gun Pose by Mariza Kolcheva
Foto © Mariza Kolcheva

Irina Goleva / Сдружение „По действителен случай“, Sofia
Identity
Identity Christina und Irina by John Fru Jones
Foto © John Fru Jones

Jivko Jeliazkov / Derida Dance Company, Sofia
Monocrossing
Monocrossing Füße by Iosif Astrukov
Foto © Iosif Astrukov

Ivo Dimchev, Sofia/Wien/Brüssel
ICURE (nur in Leipzig)
Lili Handel Trumpet in the face by
Foto © Tamas Katko

Ani Vaseva, Sofia
Allesfresser (nur in Leipzig)
Vsichkoiadezat Sofa by Georgi Sharov
Foto © Georgi Sharov

Ivo Dimchev, Sofia/Wien/Brüssel
Som Faves (nur in Dresden)
Some Faves Künstler by Marian Ivanov
Foto © Marian Ivanov

Vox Populi - Studio für Dokumentartheater, Sofia
Yatze Forkash
Yatze Forkash mit Projektion und Akkordeon by Michail Georgiev
Foto © Michail Georgiev

Willy Prager, Sofia/Berlin
Transformability
Transformability Tanz by PromoArtStudio
Foto © PromoArtStudio

Details zum Programm sind ab jetzt hier... zu lesen.

Zu Gast bei der Sofia Dance Week


Interview mit Knut Geißler für die bulgarische Webseite dramaturgynew.net, einer Plattform für Kritik und Theorie der darstellenden Künste, anlässlich der Sofia Dance Week" im Oktober 2013

Können Sie sich kurz vorstellen?
Off Europa, das Festival für das ich arbeite, ist in jedem Jahr einem anderen Land gewidmet. Im Herbst 2014 ist ein Blick auf die zeitgenössische darstellende Kunst Bulgariens geplant.

Wie viele und welche Aufführungen werden Sie einladen?
Wir werden fünf oder sechs Tage Programm haben, und so vielleicht sieben oder acht Aufführungen einladen. Aber nicht nur Tanz. Wie in jedem Jahr werden wir versuchen, ein ausbalanciertes Programm mit Beispielen von hoher Qualität aus der gesamten Landschaft zeitgenössischer darstellender Kunst eines Landes zu präsentieren. Kurz nach Beginn unserer Recherchen ist es noch zu früh zu wissen, was passieren wird. Aber egal: Etliche bulgarische Künstler werden die Möglichkeit haben, ihre Arbeit(en) im Ausland zu zeigen und Publikum in zwei deutschen Städten wird einen Eindruck von zeitgenössischem Theater aus Bulgarien bekommen können. Beides ist einfach wichtig.

Wie würden Sie das Programm der bulgarischen Plattform auf der Sofia Dance Week einschätzen? Haben Sie etwas gesehen, was Sie beeindruckt hat?
Natürlich war das Programm eine ausgezeichnete Gelegenheit eine große Breite an Arbeiten sehen zu können. In Verbindung mit dem Präsentationen am zweiten Tag ergab sich ein aussagekräftiges Bild über den zeitgenössischen Tanz in Bulgarien. Für mich am Interessantesten waren die kleineren, eher persönlichen Arbeiten von Iva Sveshtarova und Violeta Vitanova oder Martin Penev. Wobei gerade diese etwas unter den zu großen Aufführungsorten zu leiden hatten.

Violeta
Violeta Vitanova in „а(е)фектно"
Foto ©phelia Barouh / Sofia Dance Week

Sie reisen viel; können Sie einen Vergleich des bulgarischen Tanzes mit dem machen was Sie sonst so sehen?
Eine Arbeit wie „Monocrossing” ist von hohem internationalen Standard, dabei aber kaum mehr als bulgarisch zu identifizieren. Während man über so etwas wie „Ballet Arabesque” besser nicht reden sollte. Solche „Kunstausübungen” von irgendwie zusammengecasteten Tänzern gibt es auf der ganzen Welt. Vielleicht fehlte im Programm ein Künstler wie Willy Prager, der sich etwas mehr über Inhalte definiert. Ein Sonderfall ist natürlich Ivo Dimchev, der in der internationalen Performance-Szene schon seit Jahren eine Art Ikone ist. Was für ihn wahrscheinlich eine anhaltende Herausforderung darstellt.

Sie haben Ivo Dimchevs Aufführung auch in Deutschland gesehen, gibt es einen Unterschied in der Rezeption zwischen dort und hier?
Ich sah bisher nur „Concerto” und „I-on”. Über „P-Project” hatte ich einiges gelesen aber konnte mir zunächst nur wenig darunter vorstellen. Nun sah ich es in Sofia, und verstand kein einziges Wort. Was immer sehr schön ist - weil man sich auf das Beobachten konzentrieren kann. Natürlich ist das Stück sehr spielerisch, aber ich denke in Westeuropa wirkt es sicher abstrakter. Wie eine Reflektion über, eine Übung von Kunst; eine Art Lehrstunde zu Verführung und Exibitionismus. In Sofia war die Situation etwas anders. Bei allem Abstand nach Jahren im Ausland wirkte Ivo Dimchev so als sei er „zu Hause” angekommen. Und was er tat, und was passierte, war mindestens so attraktiv wie gefährlich: als „einer von ihnen” konnte er auf gute Kooperation mit „normalen” Zuschauern und „Bewunderern” vertrauen - aber die mussten sich vorzeigen - und also messen lassen. Das war in einer solch besonderen Binnenumgebung sicher anders als in einer „normalen” Aufführungssituation irgendwo auf dieser Welt. Weniger abstrakt und damit wahrhaftiger, aber eben auch fragiler. An eine Arbeit wie diese wird man sich sicher lange erinnern.

Die Fragen stellte Albena Tagareva.
Zur Webseite, zum Interview auf bulgarisch, gelangen Sie hier...

Programmheft zu Perform Slovakia


Das Programmheft zu „Off Europa: Perform Slovakia" ist entworfen - und gedruckt.
Gestaltung Gabriele Altevers

Off Europa 2013 Cover Programmheft

Hier könnten Sie es sich ansehen und/oder herunterladen.
Off Europa 2013 Programmheft

Wenn Sie uns Ihre Anschrift senden, schicken wir es Ihnen gern per Post.

Off Europa: Perform Slovakia - das Programm


Das Programm für das diesjährige
Off Europa Festival" (vom 14. bis 21. September in Leipzig und Dresden) das der Slowakei gewidmet ist steht fest. Auf den einen oder anderen Künstler wie zum Beispiel Jaro Viňarský müssen wir leider verzichten, eine hoch karätige Auswahl ist es allemal. Wir freuen uns sehr.

Divadlo Na Peróne, Košice & Jan Komárek, Prag
Útroby kravy (Die Innereien der Kühe)
Utroby kravy by Jan Komárek
Foto © Jan Komárek

Sláva Daubnerová / P.A.T., Bratislava
Untitled

Peter Šavel, Brüssel & Kamil Mihalov, Žilina
Shifts
Shifts Peter eingedreht by Stanislav Dobák
Foto © Stanislav Dobák

Milan Tomášik, Ljubljana
Off-Beat

Tomáš Nepšinský, Fribourg
Y.A.N.A.

Debris Company, Bratislava
Dolcissime sirene

Fysické laboratorium Štúdio Matejka, Wroclaw
AWKWARD HAPPINESS / Everything I Don't Remember About Meeting You
Awkward Happiness Wine by Grzegorz Stępień
Foto © Grzegorz Stępień

Details zum Programm sind ab jetzt hier... zu lesen.

Auf der Suche


Kurze Visite in Prag beim Festival
Malá inventura"... auch um Kontakte in die Slowakische Republik für den Jahrgang 2013 zu knüpfen. Dabei gab es mindestens drei bemerkenswerte Abende zu erleben.

„Kolik váží vaše touha?" (Wieviel wiegt deine Sehnsucht?) fragen vier Tänzerinnen der Company „VerTeDans" im Theater Ponec, Prags wichtigster Spielstätte für zeitgenössischen Tanz. Und exerzieren mit wenig manieriertem, konsequent eingesetztem Bewegungsmaterial einen ganzen Kosmos von Befindlichkeit und zwischenweiblichen Beziehungen. Frau bietet sich an oder nimmt was sie kriegen kann, fügt sich Schmerzen zu oder küsst, wirkt bestimmt oder hilflos. All das in dramaturgischen Schleifen, die sich zunehmend verdichten und verschärfen. Da ist die exzellente Band ZRNÍ hinter dem Vorhang beinahe überflüssig, aber von den Zuschauern eine gern genommene Zugabe.
Konzeptioneller und auf andere Weise hoch politisch Veronika Švábovás Beschäftigung mit der eigenen Familie. Entschuldigend und stolz zugleich fällt am Anfang der Satz "Bei und wurde nie etwas weggeschmissen." Die Bühne eine Versuchsanordnung aus Technik und Erinnerungsmaterialien, aufwändig und virtuos bedient, animiert von Švábovás Mitstreitern von der Künstlergruppe „Handa Gote". Beinahe kühl wird berichtet von der Stigmatisierung und letztlich Vernichtung von Teilen der Familie durch die deutschen Besatzungsmacht, von der Urgroßtante, die eine Muse Leoš Janáčeks gewesen war, oder vom Bruder des Großvaters, der nach dem zweiten Weltkrieg in einem Schauprozess angeklagt wurde. Kein Dokutheater, eher eine Doku-Installation, manche mögen das beklagen - in jedem Fall sind die Biographien, die Fülle des Materials beindruckend, zum Mitdenken herausfordernd.

Mraky

Bleibt zu berichten von einem Gipfeltreffen des raben-schwarzen tschechischen Humors, von „Plošina" (Plattform), wo fünf Männer, abgeschieden von der Gesellschaft auf einer Bohrinsel/Eisscholle/im Atomkraftwerk Arbeiten - und letztlich Zusammenleben üben. Ein Fehler in den Abläufen lässt das zunächst strukturierte Geschehen auf der Bühne aus dem Ruder laufen, Flachpaletten beginnen zu tanzen, ein Kopierer macht sich selbstständig. „Wariot Ideal" nennt sich die Gruppe, und sie hat ein poetisches Märchen über den Albtraum Existenz kreiert, wo nicht ein Wort gesagt werden muss - und alle Fragen auf angenehmste Weise offen bleiben.

Wir müssen über diese Barrieren


Zum Gastspiel des Teatri Oda aus Prishtina, Kosovo
am 18. September im Leipziger LOFFT
und am 20. September im Dresdner Societaetstheater...

Aus einem Gespräch mit Jeton Neziraj, Dramatiker und Künstlerischer Leiter des Kosovarischen Nationaltheaters in Prishtina geführt am Rande einer Veranstaltung der Leipziger Buchmesse 2010 von der Hörfunk-Journalistin Grit Friedrich.

Wie würden Sie die Theatersituation in Ihrem Land beschreiben?
Jeton Neziraj: Es gibt wenig Theater im Kosovo, die Qualität, die Theaterstruktur liegt am Boden, ist verwüstet. Das Meiste ist konzentriert in Prishtina, in der Hauptstadt, wo drei, vier Theater funktionieren. Wir sagen immer scherzhaft dreieinhalb Theater, weil mindestens eines davon sehr unregelmäßig spielt. In zwei oder drei anderen Städten versucht man auch Theater zu machen, während in den wirklich kleinen Städten nichts passiert, weil der Staat kein Geld hat, Kultur zu unterstützen. Es gibt also immer noch eine große Krise. Zum Beispiel an Theatern wie in Gjakova, wo in den achtziger Jahren noch zwischen fünf und zehn Stücke pro Jahr produziert wurden, können sie sich jetzt nur noch zwei, maximal drei leisten. In Prishtina ist die Situation eine besondere, das Nationaltheater erhält Unterstützung vom Kulturministerium, ist also de facto geleitet vom Staat. Natürlich gibt es kein großes Budget um genau das Programm zu bezahlen, das wir machen wollen, aber immerhin... das Theaterleben geht weiter.

Wie sieht es aus mit der einheimischen Dramatik?
Jeton Neziraj: Nach meiner Meinung – und da gibt es durchaus Debatten – haben die albanisch-sprachigen Stücke nicht die beste Qualität, deshalb konzentriere ich das Repertoire am Nationaltheater hauptsächlich auf international bekannte Stücke. Eine Kombination von „Klassik“, beginnend mit Shakespeare und Moliere über Tennesse Williams bis hin zu modernen zeitgenössischen Stücken wie Igor Bauersimas „norway today“ oder Tom Stoppards „Rock & Roll“. Also schon sehr orientiert an modernen Formen des Theaters. Wir versuchen natürlich zu verfolgen was passiert im deutschen oder z.B. im polnischen Theater, um die besten Stücke zu finden - und sie aufzuführen.

Was hat sich nach dem Krieg, seit 1999, verändert?
Jeton Neziraj: Das Nationaltheater war vor dem Krieg geteilt in albanisches und serbisches Theater; eigentlich nur bis zum Beginn der Neunziger Jahre, denn danach gab es mehr oder weniger kein albanisches Theater mehr; die meisten albanischen Schauspieler wurden herausgeworfen. Und nun ist die Situation so, dass wir nur noch das albanische Theater haben, weil es in Prishtina praktisch kein serbisches Publikum mehr gibt. So weit ich weiß, versucht das serbische Theater zu arbeiten in Nordmitrovica, wo eine serbische Gemeinschaft existiert.

Gibt es dorthin Verbindungen?
Jeton Neziraj: Privat habe ich Kontakte zum Leiter des Theaters da. Wir treffen uns gelegentlich und diskutieren über die Möglichkeiten des Theaters. Aber eine wirkliche Kommunikation, wirkliche Zusammenarbeit gibt es nicht – und das wird auf Grund der politischen Umstände auf Jahre hinaus nicht passieren. Eine gute Nachricht ist, dass wir gerade nach Serbien, nach Belgrad eingeladen worden sind, um eine unserer Produktionen zu zeigen. Das ist - ich würde sagen - ein historischer Moment, weil zum ersten Mal seit vielleicht 30 Jahren eine albanische Aufführung aus dem Kosovo Belgrad besuchen wird.

Eine Festivaleinladung?
Jeton Neziraj: Nein, kein Festival, sie organisieren am Theater „Atelje 212“ ein spezielles Programm, wo man versucht alle großen Theater von Ex-Jugoslawien hineinzubringen. Deshalb haben sie auch uns eingeladen. Sie wissen natürlich, dass Serbien den Staat Kosova nicht anerkennt. Aber was soll’s: Wir müssen über diese politischen Barrieren gehen und eine Kommunikation beginnen. Als Menschen und als Künstler.

Spielen der Krieg und seine Auswirkungen auf den Bühnen eine Rolle?
Jeton Neziraj: Eher indirekt. Die größte Debatte die es am Theater gab, hatte mit der Regiearbeit eines Roma-Regisseurs zu tun. Die Kritiker und das normale Publikum zerfielen in zwei Lager. Die Einen unterstützten ihn, während die Anderen sagten, „he... das ist ein Nationaltheater“. Die wollten es so sehen, als wäre das eine internationale Verschwörung um das albanische Blut zu zerstören. All dieser Mist, den man aus dem Arsenal nationalistischer Phrasen zu hören bekommt. Es hatte keinen Bezug zur Qualität der Arbeit, die Kritiken richteten sich nur auf den Fakt, dass ein Roma- Regisseur am Nationaltheater inszeniert. Diese Roma-Geschichte ist natürlich mit dem Kosovo-Krieg verbunden, denn die meisten der Roma haben auf der Seite der Serben gestanden. Sie wurden benutzt von der serbischen Armee, um Gräber zu öffnen, sie besetzten albanische Häuser, stahlen albanisches Eigentum. Damit wurden sie zum Feind, zum Ziel, wurden den Serben gleichgesetzt. Als die Leute, die Albaner, zurück kamen sahen sie die Roma als ein Ziel für Rache. Es war interessant als wir darauf im letzten Jahr eine große internationale Konferenz zu diesem Thema organisierten: „Was zum Teufel ist ein Nationaltheater?“ Was müssen wir produzieren als Nationaltheater, um wirklich ein Nationaltheater zu sein? Was bedeutet dieses „national“? Dürfen wir nur „nationale Stücke“ produzieren, wird ein Nationaltheater „anti-national“, wenn es Shakespeare produziert? Was sind diese „nationalen Inhalte“; was passiert z.B., wenn man ein albanisches Stück auf die Bühne bringt, das sich mit Prostitution beschäftigt? Ist das dann auch ein „nationales Stück“... oder nicht?

Gibt es im Kosovo so etwas wie eine Freie Theaterszene?
Jeton Neziraj: Das ist eines der größten Probleme im Kosovo in Verbindung mit dem Theater. Der Staat unterstützt nur die so genannten nationalen Institutionen wie das Nationaltheater, die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie. Das ist verbunden mit dieser Idee der Staatsbildung. Welche sind die Institutionen des Staates... das ist das Nationaltheater, die Nationale Kunstgalerie – und dann unterstützen sie die privaten Initiativen nicht, weil sie denken, sie sollten sich selbst tragen, was natürlich kompliziert ist. Das lässt auch für die Zukunft keine gute Theaterpolitik erwarten. Im Moment gibt es in Prishtina nur ein privates Theater und eine private Produktionsfirma. Das Theater, das Oda, hat in diesem Sinne kein eigenes Budget.

Wie muss man sich das vorstellen? Wie finanziert sich das?
Jeton Neziraj: Sie vermieten den Raum für kommerzielle Veranstaltungen, für Konzerte, für Festivals und für das Fernsehen. Ansonsten ist das natürlich professionelles Theater, auch sehr gut besucht. Sie versuchen abzudecken, was das Nationaltheater nicht macht. Für ein Nationaltheater da gibt es einige Standards, es gibt auch Grenzen; als privates Theater muss man auf so etwas nicht achten. Man produziert, was man wirklich produzieren will. Aber, wenn ich darüber nachdenke - seit ich am Nationaltheater bin - seit drei Jahren decken auch wir beide Gebiete ab; das des Nationaltheaters und das einer experimentell arbeitenden Theatertruppe. Wir haben mit Stand-Up-Comedys begonnen, wir haben Schattentheater gemacht, kleinere Stücke im Studio herausgebracht, haben mit Rockmusik gearbeitet; alle Arten von Theater. Einfach weil es fehlt.

Und der zeitgenössische Tanz?
Jeton Neziraj: Der ist tot, so etwas gibt es nicht. Innerhalb des Nationaltheaters haben wir das kosovarische Nationalballett, eine Gruppe von 20 jungen Tänzern die versuchen das Ballett im Kosovo am Leben zu erhalten. Aber sonst, generell, gibt es keine Tanzszene. Auch, weil es keine Institutionen gibt die junge Tänzer ausbilden.

univers shqiptar


Es hat 'ne Weile gedauert, aber jetzt ist es fertig, das Programm von Off Europa 2011. Die Welt der Albaner - sinngemäß - ist der Jahrgang untertitelt. Eine kleine Auswahl von (im weitesten Sinne) Theaterarbeiten aus Albanien und dem Kosovo.

Wer wird zu Gast sein, in Leipzig und in Dresden?
Prishtinas - nach dem Krieg mit privatem Geld gegründetes - einziges regelmäßig spielendes Freies Theater Oda ebenso wie Albaniens einziges Tanztheater. Dazu zwei ungewöhnliche, eher experimentelle Arbeiten: Der Versuch des jungen Regisseurs Enton Kaca, Theater anders als in Albanien gemeinhin üblich zu interpretieren und ein musikalisch-visuelles Gesamtkunstwerk der kosovarischen Musikerin und Konzeptkünstlerin Erëmira Çitaku.
Dazu Filme und Konzerte, Lesungen, Gespräche und anderes mehr.
Kurz: Ein kleines Festival wird versuchen zwei wenig präsenten Ländern Öffentlichkeit zu verschaffen.
Wir freuen uns auf aufgeschlossenes Publikum. Seit 2008 in immerhin zwei Städten.